Theater: Trochtelfinger Albverein Ortsgruppe spielte wieder auf

„Polnische Wirtschaft“ in Wannweil

VON CHARLY HAFNER
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Am Freitag 11.und Samstag 12.Januar 2019 war es wieder soweit. Zum ersten Mal seit es den alljährlichen Theaterabend beim Sportverein 1921 e.V. Wannweil gibt wurde dieses Jahr an zwei Abenden gespielt. Die Aufführung am Freitag wurde gut besucht, unter anderem auch vom künftigen Bürgermeister Dr. Majer mit Lebenspartnerin. Am Samstag dann wieder ausverkauft. Damit konnten insgesamt bedeutend mehr Zuschauer die Komödie „Polnische Wirtschaft“, von Bernd Gombold, sehen und genießen. 

Fans der Theaterabende warteten wieder gespannt auf die Aufführung. Und haben sich davor noch mit Schnitzel und Kartoffelsalat, Saiten mit Brötchen oder Wurstwecken gestärkt. „Das gehört einfach obligatorisch dazu“, sagte eine treue Anhängerin dieser jährlichen Veranstaltung. Und die Vorfreude auf das was die Trochtelfinger Albvereinortsgruppe-Theatergruppe so an Spielfreude, Witz und auch mal Klamauk auf die Bühne zaubert steigerte sich bis zur Begrüßung durch Vorstand Walter Binder und den Beginn des Stückes. 

„Nur ein Kredit und eine Betriebserweiterung können noch helfen“ 

Und um was ging es? Manfred Müller (Ecki Geisse) und seine Frau Monika (Sabine Hack) stehen als Besitzer einer Autowerkstatt kurz vor dem Aus. Und nur eine Betriebserweiterung und ein Vertrag als Fachbetrieb und Autohändler eines großen Autoherstellers können sie noch retten. Doch Bankdirektor Dr. Profitlich (Andre Schiffner) gibt keinen Kredit mehr und möchte sich lieber den Betrieb mit einem Konkurs unter den Nagel reißen. Und Bürgermeisterin Kleinschmitt-Großhans (Susanne Klingenstein) macht mit und versagt das benötigte Grundstück der Gemeinde. Die Müllersche Tochter Martina (Judith Schmid – mit gelungener Bühnenpremiere) ist auch keine Hilfe mit ihren nutzlosen und nervigen Erfindungen. Und da ist noch die Arbeitsagentur-Schwarzarbeiter-Fahnderin Haargenau (Lena Rau) die nach einer Denunziation nach einem angeblichen polnischen Schwarzarbeiter in der Werkstatt sucht. Und dieser, Kasimir (Patrick Hack), der auch nicht angemeldet und versichert ist hat sich beim Besuch des Bankdirektors dessen Handy bemächtigt und nutzt es gerne und viel, um oft nach Polen zu telefonieren. „Ist Handy gut und ginstiger Tarif“, meint er. Und seine krassen und illegalen Ideen bringen den Betrieb auch nicht wirklich weiter. Dann ist da noch die Postbotin Paula (Nicole Arnold) und bekennt frei, dass sie total verliebt ist in Kasimir.

Eine angeblich revolutionäre Erfindung für die Menschheit …  

Alles spitzt sich zu. Neue und alte Briefe verwirren alle komplett. Ein Brief des Patentamtes wird total falsch interpretiert und sorgt dafür, dass Kredite ohne Begrenzung gewährt werden von Dr. Profitlich und die Gemeinde kostenlos ein Grundstück zur Verfügung stellt, damit der Betrieb ausgebaut werden kann. Und Orden für den Unternehmer Müller runden alles ab. Zudem wird der Schwarzarbeiter auch noch zum Direktor von Fiat Polski hochgestapelt. Und dann als Krönung noch die mit Applaus quittierte Ankunft der polnischen Tanten Stanislava (Anja Müh) und Olga (Cornelia Geisse) von Kasimir, vor denen nichts sicher ist, was nicht niet- und nagelfest ist. Und dann als turbulentes Finale werden alle Irrtümer und Verwirrungen langsam auseinanderdividiert. Aus Angst vor Blamage wird vom Bankdirektor und der Bürgermeisterin zugesagt die geschlossenen Verträge einzuhalten, wenn alle Beteiligten übe die Vorkommnisse Stillschweigen einhalten. Die Postbotin Paula bekommt den Kasimir, die Fahnderin Haargenau sagt bei Neubauten die Vermittlung von Schwarzarbeitern zu und die Tochter Martina hat das Patent für ihre Erfindung bekommen.

Applaus und Lacher sind der Lohn der Laien-Schauspieler

Und wieder wischte sich die oder der einen oder andere die Tränen vom Lachen ab und gab den Akteuren ihren auch in diesem Jahr wieder voll verdienten Applaus. Und der polnische Akzent von Kasimir und den Tanten war einfach Klasse. Bravo, wieder prima gemacht. Trotz der Probleme während den Problemen am Anfang der Proben durch Krankheitsausfall des zum Schauspielerstamm gehörenden Schauspielers Herbert Rau und Absagen von Ersatzspielern. Umschreiben von Rollen und neue Proben wurden gut gemeistert, nicht zuletzt dank der guten Arbeit von Regisseurin Gabi Eisele. 

Geplant sind auch 2020 zwei Theaterabende 

Walter Binder bedankte sich am Ende, wie jedes Jahr, bei allen die mithalfen diesen Abend zu gestalten. Den Schauspielern und dem restlichen Team der Theatergruppe, der Regisseurin Gabriele Eisele, Maske und Frisuren Team von und Dirk Müh Friseure, Licht und Ton Dennis Geisse, den Souffleusen und Requisiteurinnen Angelika Rau und Gerlinde Betz, Kulissenbau Ewald Klingenstein Andre Schiffner mit den obligatorischen drei Flaschen Sekt. Sein Dank galt auch der Mannschaft in der Küche und den Bedienungen für die gute Verpflegung der Zuschauer. Und natürlich last but not least dem wieder hellauf begeisterten Publikum. „Nach diesem Erfolg wird es im nächsten Jahr voraussichtlich wieder Theateraufführungen an zwei Tagen geben“, sagte Walter Binder, der Vorstand des SV 1921 e.V., der seit Jahren für die gute Organisation dieser alljährlichen Theaterabende verantwortlich ist.

Video mit Ausschnitten online unter https://youtu.be/CPO8wbyA3gM

 

 

 

 

     

 

                                                           

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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